Siquijor

Siquijor ist eine kleine Insel im Süden der Philippinen, die bekannt ist für die dort lebenden Geister und Hexen.
Als wir am Nachmittag mit dem Schiff dort ankamen, fielen uns gleich die weißen Strände und das blaue, klare Wasser auf. Wir fuhren mit dem Trycicle in die Nähe von San Juan und suchten uns eine Unterkunft. Nachdem wir unsere Rucksäcke im Zimmer abgestellt hatten, gingen wir gleich die wenigen Meter zum Strand und konnten dort noch einen schönen Sonnenuntergang genießen. Es war sehr ruhig, am Strand waren kaum andere Menschen und als wir später ein bisschen die Gegend um die Unterkunft anschauten, sah man, wie untouristisch Siquijor noch war. Es gab nur ein paar Unterkünfte direkt am Strand, keine Geschäfte, kaum Restaurants und die Straßen waren wie ausgestorben, alles wirkte noch sehr ursprünglich.

Den nächsten Tag verbrachten wir gemütlich am Traumstrand, der Sand war weiß und puderweich, das Wasser ganz klar. Im Wasser gab es leider viel Seegras, bei dem man immer aufpassen muss, ob nicht noch Seeigel oder andere Tiere sich darin verstecken. Daher war es zum Baden nicht optimal, aber eine perfekte Abkühlung an diesem heißen Tag.

Am nächsten Tag nach einem späten Frühstück kümmerten wir uns schonmal um unsere Weiterfahrt nach Bohol, die sich von Siquijor als komplizierter und teurer als gedacht herausstellte. Danach machten wir uns auf den Weg zu den Cambugahay Falls, Wasserfällen, von denen ich schon einige Bilder gesehen hatte und die ich nun unbedingt selbst sehen wollte.

Unterwegs machten wir noch einen kurzen Stopp am Century Old Balete Tree, einem Baum, der angeblich über 400 Jahre alt sein soll. Unter dem Baum, in dem Legenden nach auch Geister wohnen sollen, ist ein Fish-Spa-Pool, an dem man sich setzen kann und sich die Füße abknabbern lassen kann, aber das ließen wir aus 😀

An den Cambugahay Falls war dann für diese Insel verhältnismäßig viel los, denn auch sehr viele Philippinos kamen dorthin zum Baden. Das Wasser hatte eine schöne türkise Farbe und fiel in mehreren Stufen ab, so dass es unterschiedliche Pools gab, in denen man baden konnte. Es war ein sehr schöner Ort mitten in der Natur und trotz der vielen Menschen genossen wir unser Bad am Wasserfall sehr.

Auch bei der Fahrt zu dem Wasserfall und zurück konnte man sehen, wie ursprünglich Siquijor noch ist. Es gibt zwar eine relativ große Auswahl an verschiedenen Unterkünften, aber fast alles liegt direkt am Meer, in zweiter Reihe oder im Landesinneren gab es nicht mehr viel. Man konnte immer wieder weiße, leere Strände sehen und auch die „Städte“ wie Lazi oder San Juan waren nicht wirklich der Rede wert – hier gab es zwar kleine Supermärkte, aber als Stadt konnte man es eigentlich nicht bezeichnen. Das Inselinnere war leider nicht sehr grün, da es unglaublich heiß und trocken war, aber trotzdem konnte man beim Durchfahren schöne Landschaften entdecken.

Die Insel ist auch ziemlich gut mit dem Roller zu befahren, es gibt eine Ringstraße, die einmal komplett um die Insel führt und die sehr gut ist, sobald man diese allerdings verlässt, lässt die Qualität der Straßen stark nach und man muss sehr aufpassen, da die Wege zum Teil brüchig, kaputt und unsicher waren.

Man braucht auch nicht mehr als einen Tag, um die Insel zu erkunden und vielleicht noch einen, um die tollen Strände zu genießen. Viel machen kann man dort nicht, aber zum entspannen ist es super.

Wir fuhren nach drei Nächten dann am Mittag mit dem Speedboat erst zurück nach Dumaguete und von dort weiter nach Tagbilaran auf der Insel Bohol. Ein Bericht von dort folgt sehr bald 😉

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