Nach etwa 2 Stunden Fahrt mit dem öffentlichen Bus kamen wir gegen 10 Uhr vormittags in Khao Lak an. Wir liefen zu der Unterkunft, in der Toms Eltern ein Zimmer für uns reserviert hatte. Die Rezeption befand sich im sehr schicken, dazugehörigen Restaurant. Uns wurde gesagt, dass unser Zimmer erst gegen Mittag fertig sei, Toms Eltern und seine Tante wären noch nicht da und wir können gerne am Pool warten. Wir hatten nicht mal gewusst, dass wir einen Pool hatten und freuten uns riesig, auch wenn wir ein bisschen verunsichert waren, ob diese tolle, große, grüne Anlage mit Pool und schicken Restaurant auch wirklich die richtige sei und wir nicht irgendwas verwechselt hatten 😀 dass Toms Familie, die eigentlich vor uns hätte ankommen sollen, noch nicht da war, machte unsere Verwirrung noch größer.

Wir legten uns an den Pool und warteten. Irgendwann hatten wir Hunger und frühstückten eine Kleinigkeit im leider für uns zu teuren, dazugehörigen Restaurant und warteten weiter. Toms Familie kam noch immer nicht, niemand von ihnen war telefonisch erreichbar, antwortete auf Nachrichten und wir hatten keine Ahnung, wo sie stecken konnten. Das einzige, was wir wussten war, dass sie einen Nachtbus von Bangkok gebucht hatten und diese eigentlich morgens früh schon ankommen.

Toms Vater würde in den nächsten Tagen in Khao Lak den Tauchschein machen und sollte am Vortag des Kurses bis allerspätestens 15 Uhr bei der Tauchschule sein um ein paar Formulare auszufüllen, die passende Ausrüstung auszusuchen und ein paar andere organisatorische Dinge abzuklären. Als die drei gegen 14 Uhr noch immer nicht angekommen waren, gingen Tom und ich zur Tauchschule, um Bescheid zu geben und die Lage zu erklären. Zum Glück war das alles kein Problem 🙂 zurück am Hotelpool machten wir uns langsam wirklich Sorgen. Wir hatten noch immer nichts gehört und keine Ahnung, was los war.

Gegen halb 5 nachmittags kamen sie dann endlich. Sie waren in Suratthani vom Bus abgesetzt worden, um auf den Minivan weiter bis Khao Lak zu warten. Dieser kam jedoch nie und nach einigen Stunden warten wurden sie an die Bushaltestelle für den öffentlichen Bus gebracht, der dann irgendwann kam und die drei nach Khao Lak brachte. Wir waren froh und erleichtert und gingen mit Toms Papa zur Tauchschule, um dort alles zu klären. Danach saßen wir alle noch ein bisschen zusammen, schauten uns mal den Strand an und gingen dann essen.

Die nächsten Tage in Khao Lak waren für uns sehr entspannt. Toms Papa verbrachte die Tage in der Tauchschule, wir chillten mit seiner Mama und seiner Tante stundenlang am Pool, spielten Spiele, gingen an den Strand und bummelten durch Khao Lak. Da wir von Khao Lak aus unsere Tauchsafari starten würden, schauten Tom und ich uns in den zahlreichen Tauchschulen auch mal nach eigenen Taucherbrillen um. Auf unserem vergangenen Tauchgängen waren die Brillen, die wir bekamen, manchmal ziemlich schlecht und deshalb hatten wir beschlossen, uns eigene zu gönnen, die dann hoffentlich perfekt passen würden. Wir fanden dann auch etwas tolles und testeten sie gleich im Pool 😀

Abends gingen wir immer gemeinsam essen und saßen danach meistens noch eine Weile zusammen im wunderschönen großen Garten unserer Anlage. Es gab so viel zu erzählen aus den letzten 6 Monaten und durch Freddys Erzählungen von der Tauchschule stieg unsere Lust auf die Tauchsafari immer mehr 🙂

An unserem letzten Tag in Khao Lak gingen Tom und ich dann nochmal zur Tauchschule, um uns passende Ausrüstung auszusuchen und alle offenen Fragen zu klären. Wir freuten uns so auf die kommenden Tage auf dem Schiff, allerdings wurde unsere Freude abends nochmal getrübt. Mir ging es den ganzen Tag schon nicht so gut und spät abends erreichte das seinen Höhepunkt. Ich hatte eine Blasenentzündung und als wäre das nicht genug musste ich mich übergeben. Ich fühlte mich schrecklich und hatte große Angst, am nächsten Tag nicht tauchen gehen zu können 🙁 verzweifelt rief ich meine Eltern zuhause an und fragte um ihren Rat. Ich wusste nicht, ob ich tauchen darf, wenn ich Antibiotika nehmen muss, sah aber keine andere Lösung. Als wir dann nach nur etwa 4 Stunden Schlaf früh aufstanden, die restlichen Sachen für die Safari packten und uns auf den Weg zur Tauchschule machten, fühlte ich mich zum Glück etwas besser. Ich schilderte dort gleich mein Problem und mir fiel ein Riesenstein vom Herzen, als mir gesagt wurde, dass ich tauchen darf! Von der Tauchsafari folgt natürlich sehr bald ein Bericht 🙂

Wir hatten auf jeden Fall eine sehr entspannte, angenehme Zeit in Khao Lak, die wir sehr genossen haben. Khao Lak ist vor allem auf Pauschaltourismus ausgelegt, weshalb wir manchmal Schwierigkeiten hatten, ein gutes preiswertes Frühstück zu finden. Es ist für thailändische Verhältnisse sehr teuer, aber der Strand war ganz schön und auf der Hauptstraße gab es viele Geschäfte, durch die man bummeln konnte. Für ein paar Tage ist es auf jeden Fall ein schönes Ziel 🙂