In Koh Chang stiegen wir ins Boot und hatten dann eine regnerische, wellige Fahrt vor uns. Durch das Spritzwasser waren bald alle Rucksäcke nass und wir waren froh, als wir in Ranong ankamen. Wir hatten uns dazu entschlossen, dort noch eine Nacht zu bleiben und erst am Tag danach Richtung Süden zu fahren. Wir liefen durch den Regen zur Bushaltestelle und fuhren mit dem Sammeltaxi zum Busbahnhof. Dort buchten wir gleich eine Fahrt für den nächsten Vormittag nach Phuket und gingen dann zu unserem Hotel. Wir blieben erst ein bisschen in unserem Zimmer und gingen dann einkaufen (endlich wieder ein richtiger 7/11-Supermarkt!). Nach ein paar Snacks machten wir uns auf den Weg zu den heißen Quellen, für die Ranong bekannt ist. Diese sind zum Großteil kostenlos zugänglich und wir waren total positiv überrascht, von dem was uns hier erwartete. Es gab diverse Becken unterschiedlicher Größe mit 40 Grad heißem Wasser, das aus unterirdischen Quellen nach oben kommt, alles war sehr schön angelegt, gepflegt und sauber, es gab Duschen sowie Toiletten und das alles kostenfrei. Da das Wetter sowieso nicht so gut war, war es total angenehm, sich dort ein bisschen aufzuwärmen (ich friere inzwischen schon bei 25 Grad :-D). Außer uns waren fast nur Einheimische da.

Nach einer Weile im warmen Wasser machten wir uns wieder auf den Weg zurück zu unserem Hotel. Dabei fiel uns noch etwas sehr positiv an Ranong auf, was wir so selten in Thailand gesehen hatten. Total viele Einheimische joggten und fuhren Fahrrad, es gab extra dafür angelegte Wege und Straßenschilder, die auf die Radfahrer hinwiesen.
Abends wollten wir auf den bekannten Wochenendmarkt gehen, von dem uns schon viele erzählt hatten und der ein Grund dafür war, warum wir noch in Ranong blieben. Dummerweise konnten wir ihn aber einfach nicht finden 😀 wir liefen ewig durch die Stadt und waren auch in der Straße, in der es stattfinden sollte, aber der Markt war unauffindbar.
Wir gingen dann zurück in unser Zimmer und genossen es, mal wieder mit sogar recht guten WLAN im Bett liegen zu können. Ich skypte mit meiner Familie, wir buchten uns eine Unterkunft für die nächsten Tage und holten nach, wozu wir die letzten zwei Wochen nicht die Möglichkeit hatten.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und gingen zurück zum Busbahnhof. Wir fuhren etwa 6 Stunden nach Phuket Town und kamen am späten Nachmittag schon wieder bei Regen dort an. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Sammeltaxi gingen wir zu unserer Unterkunft, die in einer schönen Straße im Herzen von Phuket Town, der Thalang Road, lag. Diese und andere Straßen sind bekannt für die portugiesische Kolonialarchitektur sowie die chinesischen Einflüsse. Für uns fühlte es sich an, als wären wir gerade im nächsten Land angekommen und gar nicht mehr in Thailand, denn es war irgendwie alles ganz anders.

Als wir später zum Essen loswollten und auf die Straße kamen, waren wir plötzlich mitten im Trubel. Jeden Sonntag findet dort eine Walking Street statt mit Livemusik und zahlreichen Ständen mit Deko, Kleidung, Essen, frischen Fruchtsäften und vielem mehr.
Wir gingen zuerst Abendessen – endlich unsere langersehnte Pizza – und bummelten dann noch eine Weile an den Ständen entlang.

Am nächsten Vormittag trafen wir uns mit Jan und Larissa, Freunden von zuhause, die gerade in Thailand Urlaub machten. Wir schauten uns gemeinsam in Phuket Town um, gingen zu einem kleinen Markt und in ein Einkaufszentrum, das unserer Meinung nach keinen Besuch wert war. Es war unglaublich heiß, der Regen von strahlendem Sonnenschein abgelöst und so setzten wir uns noch in ein kleines Restaurant bei kalten Fruchtshakes und tauschten alle Neuigkeiten aus, bevor die beiden am frühen Nachmittag wieder zurück zu ihrem Hotel fuhren. Wir freuten uns aber schon auf das nächste Treffen, da wir alle gleichzeitig eine Woche auf Koh Lanta sein würden 🙂

Den Rest des Tages und auch am nächsten Tag chillten wir viel in unserem klimatisierten Zimmer, da es unglaublich heiß in der Stadt war und wir auch den Eindruck hatten, bereits genug gesehen zu haben. Phuket Town hatte zwar schöne Straßen und einen besonderen Charme, aber wahnsinnig viel zu sehen gab es dort nicht. Am Nachmittag gingen wir dann von unserer Unterkunft aus zu Fuß zum Mount Rang, auf dem es einen tollen Aussichtspunkt geben sollte. Der Weg hinauf war wegen der Hitze anstrengend, aber es lohnte sich auf jeden Fall. Die Aussichtsplattform war kostenlos und man hatte einen tollen Blick auf Phuket Town und die Umgebung, bis zum Meer. Es war recht wenig los (mehr Affen als Menschen :-D), was wir sehr angenehm fanden. Von dem Aussichtspunkt aus genossen wir einen schönen Sonnenuntergang hinter den Bergen Phukets an. Es war also auf jeden Fall den Aufstieg wert und eine gute Möglichkeit, Phuket von oben zu betrachten.

Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder ans packen. Wir hatten einen Transfer nach Koh Lanta gebucht und sollten zwischen 07:30 und 08:00 abgeholt werden, um die Fähre um 08:30 zu nehmen. Um 08:25 kam dann auch endlich unser Transfer mal, wir schafften es rechtzeitig auf die Fähre und es ging weiter zum nächsten Ziel 🙂